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Solar­standort Kanada: Sonnige Aussichten im weißen Norden

30. Mai 2022

Viele freie Flächen und ein starker Wille zu erneu­er­baren Ener­gien zeichnen den kana­di­schen Ener­gie­markt aus. Dank neuer recht­li­cher Grund­lagen nimmt der Ausbau von Photo­vol­ta­ik­an­lagen im zweit­größten Land der Welt erneut an Fahrt auf. Dabei nimmt gemäß einer Umfrage der Inter­na­tional Energy Agency der Anteil von Solar­energie im Jahr 2021 gerade einmal 0.1 Prozent der gesamten Ener­gie­ver­sor­gung ein. Dieser Umstand bietet für den Photo­vol­ta­ik­markt unge­ahnte Möglichkeiten.

Solarenergie: Leidet die Rentabilität?

Kanada verfügt aufgrund seiner großen Fläche über beträcht­liche Solar­energie-Ressourcen. Und diese werden zuneh­mend genutzt. Seit 2010 wird ein erheb­li­ches Wachstum verzeichnet, wobei die instal­lierte Gesamt­ka­pa­zität von 221 MW im Jahr 2010 auf 3.325 MW Ende 2020 ange­stiegen ist. Dieser Trend ist umso erstaun­li­cher, da derzeit über 90 Prozent der Solar­strom­ka­pa­zi­täten im Südwesten des Landes in Ontario aufge­baut sind. Verein­facht ist dies damit zu erklären, dass in der Vergan­gen­heit viele Vorschriften nur auf Ontario beschränkt waren und diese den Solar­markt begünstigten.

Welt­weite Anstrengungen 

Der aktu­elle Emis­sion Gap Report 2021 des UN-Umwelt­pro­gramms zeigt, dass die ange­kün­digten Klima­schutz­bei­träge der Länder nicht ausrei­chen, um die globale Erwär­mung auf deut­lich unter 2 °C zu begrenzen. Bei voll­stän­diger Umset­zung der Zusagen beträgt der durch­schnitt­liche Tempe­ra­tur­an­stieg immer noch 2,7 °C. Deshalb benö­tigt die Trans­for­ma­tion zu einem 2°C‑Pfad bzw. 1.5°C‑Pfad den massiven Ausbau der erneu­er­baren Ener­gien zur Strom­erzeu­gung, allen voran Photo­vol­taik. Denn nach Angaben der Inter­na­tio­nalen Ener­gie­agentur ist die Solar­energie bis heute die kosten­güns­tigste Stromquelle.

Der kana­di­sche Weg 

Mit dem „Cana­dian Net-Zero Emis­sions Accoun­ta­bi­lity Act“ verpflichtet sich Kanada per Gesetz zur Klima­neu­tra­lität im Jahr 2050. Mit dem Gesetz wurde ein rechts­ver­bind­li­cher Prozess zur Fest­le­gung von natio­nalen Fünf­jah­res­zielen für die Emis­si­ons­re­du­zie­rung einge­führt und schafft somit einen Rahmen für Rechen­schafts­pflichten und Trans­pa­renzen, um dieses Ziel zu errei­chen. Auf dem Weg zur Klima­neu­tra­lität werden alle fünf Jahre Zwischen­ziele gesetzt. Und die Entschlos­sen­heit der Regie­rung wird deut­lich, denn schon für das erste Ziel 2030 sollen eine Minde­rung der Treib­haus­gas­emis­sionen um 40 bis 45 Prozent gegen­über 2005 erreicht werden. Zudem wurde erklärt, dass die CO₂-Steuer um das Fünf­fache im Jahr 2030 ange­hoben wird. Der wich­tigste Baustein, um die Pläne der kana­di­schen Regie­rung zu errei­chen, ist der Ausbau erneu­er­barer Ener­gien und die Netzmodernisierung.

Entwick­lung

Kanadas Solar­markt befindet sich folg­lich in einem starken Wachstum. Schon jetzt gibt es einige Groß­pro­jekte, welche als Vorboten verstanden werden können. Mit dem Solar­pro­jekt Travers Solar in Alberta wird zum Beispiel voraus­sicht­lich Kanadas größtes in Betrieb befind­li­ches Solar­ener­gie­pro­jekt mit geschätzten Kapi­tal­kosten von etwa 500 Millionen CAD und einer Gesamt­ka­pa­zität von 465 MW entwi­ckelt. Mit dem Bau des Projekts wurde 2020 begonnen, und der volle kommer­zi­elle Betrieb ist für Ende 2022 geplant.

Ausblick

Um die selbst gesteckten Klima­ziele zu errei­chen, hat die kana­di­sche Regie­rung verstanden, dass das Land insbe­son­dere Wind- und Solar­ka­pa­zi­täten aufsto­cken muss. Laut des kana­di­schen Verbands für erneu­er­bare Ener­gien, CanREA, werden diese Ressourcen für die Ener­gie­wende entschei­dend sein, denn sie zählen auch im rohstoff­rei­chen Kanada zu den kosten­güns­tigsten Ener­gie­quellen im Zubau. Um die Entwick­lung der Solar­energie in Kanada zu fördern, verfolgt die kana­di­sche Regie­rung zwei stra­te­gi­sche Ansätze: Der erste zielt darauf ab, den Einsatz von Solar­energie in Kanada zu beschleu­nigen, und der zweite zielt darauf ab, das Poten­zial der Solar­energie auszu­schöpfen, indem sowohl netz­ge­bun­dene als auch netz­un­ab­hän­gige geför­dert werden und der Solar­ener­gie­markt im Land voran­ge­trieben wird. Allein die instal­lierte Leis­tung von Solar­energie soll bis 2050 47 GW betragen.

Ein verläss­li­cher Partner

CanREA hat berechnet, dass Kanadas Wind- und Solar­ka­pa­zi­täten in den nächsten drei Jahr­zehnten um fast das Zehn­fache wachsen müssten, damit das Ziel der Klima­neu­tra­lität bis 2050 erreicht wird. Dabei bietet Kanada nicht nur geogra­fisch gesehen hervor­ra­gende Voraus­set­zungen. Im welt­weiten Kontext, insbe­son­dere im Vergleich zu den Schwel­len­län­dern, spielt auch der Faktor der geopo­li­ti­schen Sicher­heit eine entschei­dende Rolle. Die gegen­wär­tigen Entwick­lungs­mög­lich­keiten und Perspek­tiven auf dem kana­di­schen Markt könnten sowohl für insti­tu­tio­nelle als auch für private Anleger kaum besser sein.

Mit welchem Asset Manager sollte in Photo­vol­ta­ik­an­lagen inves­tiert werden? Idea­ler­weise hat ein ein Asset Manager die Möglich­keit auf alle Kompe­tenzen aus allen wert­schöp­fungs­re­le­vanten Berei­chen unkom­pli­ziert zurück­zu­greifen: Entwick­lung, Bau, Betrieb und Finan­zie­rung von Solar­an­lagen. Die hep Gruppe wendet diese Unter­neh­mens­stra­tegie bereits seit Jahren welt­weit erfolg­reich an und wird ihr Enga­ge­ment weiter ausbauen. Die Wert­schöp­fung bleibt damit komplett in einer Hand und ist sicher und effi­zient. Direkte Photo­vol­taik-Markt­kennt­nisse und tech­ni­sches Know-how vor Ort bilden dabei das starke Rück­grat für die länder­spe­zi­fi­schen Alter­na­tiven Invest­ment­fonds von hep. Mitten im Markt und mit maxi­maler Exper­tise ist hep der ideale Partner für Inves­ti­tionen mit Fokus auf dem Solarmarkt.

Quellen: IEA, ECCC, UNEP, Solar Power Europe, CanREA, Canada Solar Energy Market — Growth, Trends, COVID-19 Impact, and Fore­cast, Mordor Intel­li­gence, Canada.ca.