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Das macht den US-Solar­­markt für Inves­toren so attraktiv

27. April 2022

Was die USA anpa­cken, nimmt meist große Dimen­sionen an. Das gilt auch für den Ausbau der erneu­er­baren Ener­gien. Deren anhal­tend starkes Wachstum wird weiter ange­facht von hoch gesteckten staat­li­chen Zielen. Insbe­son­dere der Markt für Photo­vol­taik verbindet großes Poten­zial mit wirt­schaft­li­cher Dynamik in einem geopo­li­tisch stabilen Umfeld.

Solarenergie: Leidet die Rentabilität?

Eine Umfrage der EXXEC­NEWS INSTI­TU­TIONAL im Februar 2022 weist für Invest­ments in erneu­er­bare Ener­gien einen klaren regio­nalen Trend auf: 43,7 Prozent der insti­tu­tio­nellen Anleger präfe­rieren den nord­ame­ri­ka­ni­schen Markt. Das Inter­esse an Photo­vol­taik ist dabei über­pro­por­tional groß. Mit Recht, denn die Voraus­set­zungen in den USA könnten kaum besser sein: starke staat­liche Programme, exzel­lente wirt­schaft­liche Rahmen­be­din­gungen und eine ausge­zeich­nete Flächen­ver­füg­bar­keit mit Einstrah­lungs­werten im Süden der USA wie in Nord­afrika. Die drin­gend erfor­der­liche Erneue­rung veral­teter US-Kraft­werke und ‑Strom­netze trifft auf ein dyna­mi­sches Wachstum erneu­er­barer Ener­gien. Eine entschei­dende Weichen­stel­lung für die Zukunft erfolgte mit dem Regie­rungs­wechsel 2020.

Der große Plan: Biden baut die US-Ener­gie­land­schaft um

Mit dem Wieder­ein­tritt zum Pariser Klima­ab­kommen will Präsi­dent Joe Bilden bis 2030 die Emis­sionen von Treib­haus­gasen um 50 bis 52 Prozent redu­zieren, gemessen an 2005. Komplett klima­neu­tral soll das Land bis 2050 werden. Dabei geht die US-Bundes­re­gie­rung mit gutem Beispiel voran. Am 8. Dezember 2021 hat Biden bekannt­ge­geben, dass bis 2030 alle Behörden- und Regie­rungs­ge­bäude mit 100 Prozent C02-freiem Strom betrieben werden sollen. Eine Elek­tri­fi­zie­rung der Fahr­zeug­flotte des Bundes will man bis 2035 errei­chen. Güter und Dienst­leis­tungen sollen bis 2050 emis­si­ons­frei werden. Welche Dimen­sionen der Beschluss annimmt wird deut­lich, betrachtet man die Zahlen, die dahin­ter­stehen: Die US-Bundes­re­gie­rung besitzt rund 300.000 Gebäude, 600.000 Fahr­zeuge und verfügt über einen Beschaf­fungs­plan für Güter und Dienst­leis­tungen von 650 Milli­arden Dollar pro Jahr. Damit macht sich der Staat selbst zum mäch­tigen Motor der Ener­gie­wende, der weite Teile der US-Wirt­schaft mitziehen kann. Voraus ging dem Beschluss bereits der „Build Back Better Act“, mit dem Präsi­dent Biden vorhat bis zu drei Millionen Arbeits­plätze zu schaffen, vorzugs­weise im Energie- und Umwelt­be­reich. Und nicht nur auf Bundes­ebene wird der Ausbau erneu­er­barer Ener­gien forciert. Bereits die Mehr­zahl der US-Bundes­staaten fördert die rege­ne­ra­tive Strom­pro­duk­tion mit soge­nannten Rene­wable Port­folio Stan­dards (RPS).

Das große Ziel: 30 Prozent Solar­strom bis 2030

Die groß­flä­chige natio­nale Unter­stüt­zung des Ausbaus erneu­er­barer Ener­gien ist nur ein Grund, warum sich Invest­ments in den US-ameri­ka­ni­schen Photo­vol­taik-Sektor lohnen. Obwohl der US-Markt für Photo­vol­taik bereits in den vergan­genen Jahren mit Wachs­tums­raten von über 50 Prozent glänzte, steht er laut Exper­ten­mei­nung erst am Anfang einer dyna­mi­schen Aufwärts­be­we­gung. Ein Blick auf die Markt­ent­wick­lung und auf wirt­schaft­liche Wech­sel­wir­kungen verdeut­li­chen sowohl die hohe Wachs­tums­ge­schwin­dig­keit als auch das große Zukunfts­po­ten­zial. Nach Zahlen der US-Ener­gie­be­hörde EIA Energy Infor­ma­tion Admi­nis­tra­tion handelt es sich derzeit bei rund 70 Prozent aller in den USA neu errich­teten Strom­kraft­werken um Wind- und Solar­kraft­werke. Laut dem Bran­chen­ver­band SEIA Solar Energy Indus­tries Asso­cia­tion stammten 54 Prozent der in den ersten drei Quar­talen 2021 neu geschaf­fenen Strom­erzeu­gungs­ka­pa­zi­täten aus Solar­energie. Und die Solar­branche hat sich große Ziele gesetzt: Geht es nach der SEIA, sollen bis zum Jahr 2030 insge­samt 30 Prozent des erzeugten Stroms der USA aus Solar­energie stammen.

Stei­gende Strom­preise durch Arbitrage-Effekte

Perspek­ti­vi­sche Unter­stüt­zung erhalten die erneu­er­baren Ener­gien in den USA noch von ganz anderer Seite: den nied­rigen US-Gas- und ‑Strom­preisen sowie der maroden Energie-Infra­struktur. Aufgrund der drin­gend erfor­der­li­chen Erneue­rung der Kraft­werke und Strom­netze des Landes ist der Moment günstig, Moder­ni­sie­rungs­maß­nahmen gleich an den Ausbau der erneu­er­baren Ener­gien anzu­knüpfen. Durch den Umbau der Ener­gie­land­schaft rechnen Experten daher mit einem konti­nu­ier­li­chen Anstieg der nied­rigen Strom­preise. Diese betragen derzeit im Durch­schnitt nur die Hälfte des deut­schen Strompreises.

Ein entschei­dender Einfluss auf stei­gende Strom­preise wird auch von Arbi­trage- und Ripple-Effekten des inter­na­tio­nalen Gas-Handels erwartet. Denn einer der Gründe für die nied­rigen Strom­preise in den USA ist der güns­tige Gaspreis von nur etwa einem Zehntel der euro­päi­schen Gaspreise. Es ist zu erwarten, dass der daraus resul­tie­rende zuneh­mende LNG-Export der USA nach Europa, aber auch nach Asien, für eine Verknap­pung auf dem US-Markt sorgt, wodurch die US-Strom­preise ansteigen. Schon in den letzten Monaten hat man beob­achten können, dass dieser Effekt in den USA einsetzte. Wo eine Ober­grenze sein könnte, lässt sich derzeit kaum einschätzen. Aus der Perspek­tive eines Inves­tors ergeben sich hieraus aller­dings attrak­tive Poten­tiale. Unter­stützt werden die zu erwar­tenden Gas- und Strom­preis­an­stiege durch die Abkehr von Kohle und Öl auf dem Weg zur CO2-Neutra­lität der USA und der damit einher­ge­hend erhöhten Gas-Nachfrage.

Ein sicherer Markt mit einem starken Partner

Die aktu­ellen Entwick­lungen und Zukunfts­per­spek­tiven könnten für insti­tu­tio­nelle und private Anleger kaum besser sein, um im US-Solar­markt zu inves­tieren. Im inter­na­tio­nalen Kontext, insbe­son­dere im Vergleich zu Schwel­len­län­dern, spielt dabei auch der Faktor der geopo­li­ti­schen Sicher­heit eine entschei­dende Rolle. Die USA sind die größte und leis­tungs­fä­higste Volks­wirt­schaft der Welt und verfügen über stabile ökono­mi­sche und poli­ti­sche Rahmen­be­din­gungen. Ein Kriegs­ri­siko im Land ist ange­sichts ledig­lich zweier Terri­to­ri­al­grenzen so gut wie ausge­schlossen. Bleibt die Frage: Wie inves­tieren bzw. mit welchem Partner?

Idealer Weise vereint ein Anbieter von Photo­vol­taik-Port­fo­lios Kompe­tenzen aus allen für die Wert­schöp­fung rele­vanten Berei­chen: Planung, Bau, Betrieb und Finan­zie­rung von Solar­an­lagen. hep wendet diese Unter­neh­mens­stra­tegie in den USA seit Jahren erfolg­reich an und hat sein Enga­ge­ment seit 2020 noch einmal forciert. Meilen­steine waren neben dem Ausbau stra­te­gi­scher Part­ner­schaften die Über­nahme des Projekt­ent­wick­lers Peak Clean Energy und die Mehr­heits­be­tei­li­gung an ReNew Petra, eines der in den USA führenden Solar­un­ter­nehmen. Auch ange­sichts der wegwei­senden Entwick­lungs­schritte setzt hep nach wie vor auf ein orga­ni­sches Wachstum. Unmit­tel­bare Photo­vol­taik-Markt­kenntnis und tech­ni­sches Know-how direkt vor Ort bilden ein starkes Rück­grat für die AIFs von hep. Mitten im Markt mit maxi­maler Kompe­tenz ist hep der ideale Partner für Anlagen mit Fokus auf den US-ameri­ka­ni­schen Solarmarkt.

Quellen: Exxec­news, eia U.S. Energy Infor­ma­tion Admi­nis­tra­tion, IEA Inter­na­tional Energy Agency, BMWI Bundes­mi­nis­te­rium für Wirt­schaft und Klima­schutz, LevelTen Energy PPA Price Index Q4 2021 North America, SEIA Solar Energy Indus­tries Asso­cia­tion, Redak­ti­ons­netz­werk Deutschland