Eine starke Entscheidung für die US-Solarwirtschaft

Für den Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energie-Infrastruktur greift der US-Präsident zu einem seiner stärksten Exekutiv-Werkzeuge: dem Defense Production Act. Eine Maßnahme, die Wirkung zeigen wird. Zur Freude der Solarindustrie und Investoren in den US-Solarmarkt.
Solarpark in Nordafrika

Am 6. Juni 2022 hat das Weiße Haus eine Verlautbarung mit weitreichenden Folgen herausgegeben – der Titel: „FACT SHEET: President Biden Takes Bold Executive Action to Spur Domestic Clean Energy Manufacturing – Historic Actions Include Authorizing Defense Production Act”. Zur Stärkung der US-Energiewirtschaft bedient sich Biden damit des so genannten Defense Production Act, kurz DPA. Dieser ermöglicht es dem US-Präsidenten in Zeiten nationaler Krisensituationen, – wie aktuell dem Ukraine-Krieg und seinen Folgen sowie der national und international anwachsenden Inflation –wirtschaftliche Maßnahmen per Exekutiv-Order zu erlassen. Ins Leben gerufen wurde der DPA bereits Anfang der 1950er Jahre im Zuge des Koreakriegs. Eine für die US-Solarindustrie wichtige und wegweisende Entscheidung betrifft aktuell die drohenden US-Strafzölle auf Solarpanelimporte aus Kambodscha, Malaysia, Thailand und Vietnam. Für 24 Monate werden die für diese Länder drohenden sogenannten „Tariffs“ eingefroren. Wie wirkt sich dieser Schritt auf den Solarmarkt der Vereinigten Staaten aus und was bedeutet er für Anleger in die US-Solarwirtschaft?

Einfrieren der Zölle stärkt US-Solarindustrie

Der Defense Production Act für die US-Energiewirtschaft zielt unter anderem darauf ab, einen kurzfristigen Rückgang der heimischen Solarindustrie durch einen möglichen Mangel an Solarmodulen aus Asien für US-Solarprojekte in der Planung zu verhindern. In den
angekündigten 24 Monaten des Einfrierens der drohenden Strafzölle stärkt die Biden-Administration damit die eigenen wirtschaftlichen Kräfte zur Fertigung von Solarmodulen. Somit fungieren die Maßnahmen des DPA als zeitlich befristete Unterstützung und eine Art Wirtschaftsbrücke zum Ausbau der US-Solarkapazitäten. In der Veröffentlichung des Weißen Hauses vom 6. Juni 2022 heißt dies wie folgt: “President Biden is taking action to […] create a 24-month bridge as domestic manufacturing rapidly scales up to ensure the reliable supply of components that U.S. solar deployers need to construct clean energy projects and an electric grid for the 21st century, while reinforcing the integrity of our trade laws and processes.” Damit wird die heimische Solarproduktion angekurbelt, die Netze werden ausgebaut und – ein wichtiger Punkt auf Bidens politischer Agenda – neue Arbeitsplätze werden durch den Ausbau der erneuerbaren Energien geschaffen.

Solarkapazitäten bis in 10 Jahren vervielfachen

Das Weiße Haus geht davon aus, dass die DPA-Maßnahmen die inländisch installierten Solarkapazitäten bereits bis zum Jahr 2024 verdreifachen können – von derzeit 7,5 Gigawatt auf 22,5 Gigawatt. Die Maßnahmen unter dem Titel „Made-in-America Clean Energy“ werden von staatlichen Initiativen und Programmen im Rahmen der Bundesbeschaffung zusätzlich befeuert. Potenzielle positive Auswirkungen auf die Märkte sollen sich laut Weißem Haus in den nächsten zehn Jahren bis auf 100 Gigawatt belaufen. Ähnliche Entwicklungen prognostizierte bereits Mitte März 2022 die internationale Forschungs- und Beratungsgruppe Wood Mackenzie. Sie sprach von einer möglichen Versechsfachung der installieren Solarkapazitäten in den USA bis zum Jahr 2032, für den Fall, dass die Biden-Administration „federal clean energy incentives“ verabschieden würde. Für den US-amerikanischen Solarmarkt stehen damit die Zeichen klar auf Wachstum.

Gute Nachrichten für hep-Anleger: Projekte priorisiert

Ein wichtiger Hebel des DPA für die US-Energiewirtschaft ist neben der Stärkung der Solarindustrie die Optimierung der US-Netzinfrastruktur. Bis Maßnahmen des Netzausbaus greifen, wird es allerdings etwas Zeit brauchen. Neueste Entwicklungen deuten darauf hin, dass dies zulasten von Solarprojekten geht, die sich aktuell im Anfangsstadium bewegen oder nicht über eine ausgereifte finanzielle und technische Struktur verfügen. Darauf lassen Verlautbarungen des größten Stromnetzbetreibers der USA, PJM, schließen, der kürzlich eine zweijährige Pause für die Prüfung von Interconnection Applications – Anfragen zur Zulassung der Netzeinspeisung – für sein Übertragungsnetz im Osten der Vereinigten Staaten von Amerika forderte. PJM will so der derzeitigen Flut von Zulassungsanfragen begegnen. Projekte, die am weitesten vorangeschritten sind, sollen vorgezogen und deren Zulassungsprozess beschleunigt werden. Eine gute Nachricht für Anleger von hep Solarfonds und alle die es werden wollen: Die US-Solarprojekte in der Pipeline von hep befinden sich in fortgeschrittenen Entwicklungsstadien, haben zum Teil schon die wichtige Zulassung für die Netzeinspeisung und sind technisch ausgereift.

Gute Nachrichten für hep-Anleger: Projekte priorisiert

Auch wenn sich die Auswirkungen des DPA auf Rendite und Rentabilität von Solarparks in den USA noch nicht eindeutig abschätzen lassen, so kann doch davon ausgegangen werden, dass die Preise für Solarmodule aufgrund der 24-monatigen Zoll-Pause fallen werden. Die Zahlungsbereitschaft von Stromabnehmern dürfte hingegen etwas zulegen beziehungsweise die Laufzeiten der Stromabnahmeverträge dürften sich verkürzen. Das bedeutet, dass die Erträge von Solarparks über die Gesamtlaufzeit analog zu den erwartbar steigenden Strom-Marktpreisen ansteigen. Die Renditeerwartungen von strategischen Käufern (wie zum Beispiel große Energieversorger) von fertigen Solarparks dürften künftig geringer ausfallen. Das bedeutet, dass Parks nach Fertigstellung teurer veräußert werden können und Investoren, die bereit sind, gemeinsam mit den Entwicklern das Baurisiko zu tragen, höhere Renditen winken.

Wachstum und Planungssicherheit: hep auf Erfolgskurs

Die energiepolitische Brückenbildung von Präsident Biden bedeutet eine positive Entwicklung für Investoren in fortgeschrittene US-Solarprojekte wie die von hep. Planungssicherheit auf dem US-Solarmarkt wurde hergestellt und mögliche Risiken für Asset Manager bewegen sich in einem kontrollierbaren Rahmen. Der US-Solarmarkt bietet damit beste Aussichten für Anleger, die in hep Solarparks investieren, aber durchaus diese Zeitfenster nutzen sollten. Mit einer Projektpipeline von mehr als vier Gigawatt, leistungsstarken Tochterunternehmen und strategischen Beteiligungen ist hep für die Zukunft optimal aufgestellt.

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